Fußball: KFC und das große Grollen aus Babelsberg

Droht dem KFC der Abzug von Punkten? Freitag erwartet der Fußball-Regionalligist die Amateure von Werder Bremen.

Alexander Nouri freut sich auf das Treffen mit seinem Ex-Klub Bremen

Krefeld.
Der KFC Uerdingen steht mit zehn Punkten auf Platz fünf, zwei Zählern Rückstand auf Tabellenführer Wattenscheid.
Mit nur drei Gegentoren hat das Team von Trainer "Pele" Wollitz die beste Abwehr im Spitzenquintett.
Prima denkt sich da der Fußball-Fan wenn da nicht die Hinrunde gewesen wäre. Denn die eingangs erwähnte
Bilanz, ist die seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs Anfang März drei Siege, ein Unentschieden und ein Remis.
Trotz allen Erfolgs wird Trainer Wollitz nicht müde, vor dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen die
Amateure von Werder Bremen zu betonen: "Egal wie, wir brauchen drei Punkte." Auf einem Nicht-Abstiegsplatz
zu stehen, so wie momentan, sei psychologisch sehr wichtig. "Denn wenn du einmal unten drin stehst",
schließt er an, ohne den Gedanken zu beenden. Denn die Wirkung der unwägbaren Mechanismen des Fußballgeschäfts
hat Wollitz während seiner aktiven Zeit zur Genüge erlebt.

Denn neben der sich einstellenden sportlichen Stabilisierung, ziehen am dunklen Himmel der Regionalliga erste
größere Gewitterwolken von Osten auf. Aus Babelsberg kommt die Kunde, dass der Klub gestern einen Insolvenzantrag
gestellt habe. Die Saison werde aber zu Ende gespielt, heißt es. Doch wer will das genau wissen. Und wenn die
Babelsberger, die am Ostersamstag der nächste Auswärtsgegner des KFC sind, sich vor Toresschluss doch noch vom
Spielbetrieb verabschieden, greift die einfache Arithmetik. Dann fehlen dem KFC im Abstiegskampf nämlich drei
Punkte, die er mit dem 1:0-Erfolg im Heimspiel im September gegen die Ostdeutschen gewonnen hatte. Ironie des
Schicksals: Mario Krohm hieß der Torschütze, der keine Fußballschuhe mehr schnürt.

Daher gilt die ganze Konzentration einem Erfolg gegen die Bremer einem, der nicht mehr weggenommen werden kann.
Wollitz muss auf den nach seiner Ampelkarte gesperrten Stephan Maaß verzichten. Für ihn rückt Alexander Nouri,
der in Paderborrn mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel nach der Pause ausschied, wieder in Team.
Hochmotiviert natürlich, da es gegen seinen Ex-Klub geht. Markus Wersching fällt mit einem Kapselanriss im
Fuß zwei Wochen aus.

Als Live-Band spielt "SINS" weichen "Schotten-Rock".